Drei Einsätze beschäftigen die Feuerwehren in der Silvesternacht

Relativ ruhig ist die Silvesternacht 2015/2016 für die Feuerwehren im Landkreis Dachau verlaufen. Nur in Dachau und Karlsfeld mussten die Feuerwehren in der Neujahrsnacht ausrücken.

Zum ersten Einsatz des neuen Jahres wurde die Feuerwehr Dachau um 0.21 Uhr alarmiert, da die Brandmeldeanlage einer Wohnanlage in der Silnerstr. ausgelöst hatte. Nur eine Minute später lösten die Funkmeldeempfänger erneut aus, die Feuerwehren Karlsfeld und Dachau wurden in die Liebigstr. nach Karlsfeld beordert, auf einem Balkon ist Unrat in Brand geraten. Zugleich wurde auch die Alarmstufe für den Einsatz in der Silnerstr. in Dachau erhöht, da der Leitstelle von Bewohnern ein Feuer in der Tiefgarage bestätigt wurde.

Durch die Erhöhung der Alarmstufe wurden nach Dachau zusätzlich die Feuerwehren Ampermoching, Bergkirchen, Günding, Hebertshausen, Prittlbach sowie die Werkfeuerwehr MTU-MAN alarmiert. Sie wurden durch Kräfte der Kreisbrandinspektion, der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und der Führungsgruppe Katastrophenschutz ergänzt. Sie alle konnten jedoch noch auf der Anfahrt stoppen, da der vorgehende Atemschutztrupp der Dachauer Wehr Entwarnung gegeben hat – die Flammen wurden durch die Anwohner bereits mit Gießkannen gelöscht worden, die Feuerwehr musste nur noch Nachlöscharbeiten durchführen.
Brandursache war Hausrat, der vermutlich durch einen verirrten Feuerwerkskörper über den Lichtschacht der Tiefgarage entzündet wurde. Durch das Feuer wurde auch die Stoßstange eines geparkten PKW angeschmort. Der Früherkennung durch die Brandmeldeanlage war es wohl zu verdanken, dass ein größeres Ausmaß des Feuers mit entsprechendem Sach- und Personenschaden verhindert wurde. Nach ca. 30 Minuten konnten die letzten Kräfte wieder von der Schadensstelle abrücken.

Auch bei dem Balkonbrand in der Karlsfelder Liebigstr. konnte schon nach kurzer Zeit „Feuer aus“ gemeldet werden. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz hat den Unrat, der vermutlich ebenfalls durch einen verirrten Feuerwerkskörper in Brand geraten war, mit einem Kleinlöschgerät abgelöscht und anschließend die Umgebung mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert. Schließlich wurde die Wohnung noch belüftet. Die Wohnungstüre musste von der Feuerwehr anschließend noch verschalt werden, gegen 1.45 Uhr waren die Arbeiten beendet.

Zum letzten Einsatz in der Silvesternacht musste gegen 2.33 Uhr wieder die Feuerwehr Dachau ausrücken, am Arankaweg wurde eine absturzgefährdete Person auf dem Balkon gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte jedoch keine Feststellung gemacht werden, kurze Zeit später wurde jedoch bekannt dass die Person wieder gesichert in der Wohnung sei. So konnten sich auch die Rettungskräfte wieder auf den Heimweg machen und den Rest der Nacht in Ruhe verbringen.



 
Veröffentlicht am: 15:39:00 01.01.2016    Teilen