Digitalfunknetz auf Herz und Nieren getestet – neue Technik bewährt sich abermals im Fasching

Wie bereits 2012 wurden auch in diesem Jahr die Faschingsveranstaltungen von den Feuerwehren und Hilfsorganisationen des Landkreises genutzt, um den BOS-Digitalfunk ausgiebig zu testen. Im derzeit noch laufenden erweiterten Probebetrieb wurde das seit Oktober 2013 eingeschränkt nutzbare Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) als Kommunikationsmedium genutzt.

Am Faschingssamstag nutzten beim Umzug in Vierkirchen die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst den Digitalfunk, um eine gemeinsame Kommunikation zu ermöglichen. Hierzu standen 35 Geräte für die rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und BRK zur Verfügung.
Während der Veranstaltung wurde eine gemeinsame Digitalfunk-Gruppe genutzt, um bei Zwischenfällen ein schnelles Eingreifen zu ermöglichen sowie die verkehrslenkenden Maßnahmen zu koordinieren. Die zentrale Kommunikation und Dokumentation des Einsatzverlaufes wurde über den Einsatzleitwagen der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) abgewickelt.

Zeitgleich wurde auch in Dachau die digitale Funktechnik von den Einsatzkräften des BRK zur Absicherung des Faschingstreibens am Rathausplatz genutzt. Und auch beim Faschingsumzug in Indersdorf nutzten die BOS bereits das Digitalfunknetz.

Ein wesentlicher Vorteil der neuen digitalen Funktechnik besteht im Ausfiltern von störenden Hintergrundgeräuschen. Gerade bei den lauten Faschingstreiben hat sich diese Eigenschaft erneut bewährt.
 

Eine Woche nach Fasching wurde zudem eine Fahr- und Funkübung durchgeführt. Im Rahmen dieser koordinierten Übung wurden mit 6 Fahrzeugen über 2,5 Stunden gezielt Verbindungsstraßen und Ortsteile im Landkreis befahren um zu überprüfen, ob die Funkversorgung des Digitalfunks auch in abgelegenen und topologisch ungünstigen Gegenden für die Zwecke der Einsatzkräfte ausreichend ist. Insbesondere wurden dabei Gebiete getestet, bei denen mit einer etwas schlechteren Funkausleuchtung zu rechnen ist.

Die mit einer Dachantenne ausgestatteten Fahrzeuge der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks durchkämmten den Landkreis Dachau in nahezu allen Richtungen. Dokumentiert wurden Positionen, an denen die Funkverbindung während der Fahrt unterbrochen wurde bzw. an denen sich die Funkgeräte zu häufig in verschiedene Sendestationen einbuchten, was zu kurzen Gesprächsunterbrechungen führen kann.

Beim Fazit der Tests waren sich alle Nutzer einig: die neue digitale Technik bietet nicht nur eine deutlich bessere Funkversorgung als der derzeit noch genutzte Analogfunk, auch die Kommunikation ist klarer und verständlicher.





Veröffentlicht am: 23:34:00 12.03.2014    Teilen