Brandübungs-Container

Am Wochenende hatten die Feuerwehren des Landkreises Dachau, die mit Atemschutzgeräten ausgerüstet sind, Gelegenheit, an einem Brandübungs-Container den Einsatz vor dem Ernstfall zu üben. Kreisbrandmeister Maximilian Kaltner und seinem Team war es gelungen, ein mobiles Brandhaus, das auf einem Lkw-Sattelauflieger aufgebaut ist, zu belegen und für drei Tage auf dem Gelände des Dachauer Feuerwehrhauses aufzustellen. In diesem mobilen Brandhaus, bestehend aus drei Brandräumen und fünf Brandstellen, konnte man unter realistischen Bedingungen und bei veränderten Raumsituationen, Geräuschsimulation, Videoaufzeichnung und externer Fernsehübertragung zur Darstellung verschiedener Wohnungs- und Industriebrandszenarien, nachvollziehen. Der Einstieg in das Brandhaus erfolgte über die Dachluke; die erste Brandstelle, die zu löschen war, befand sich unterhalb der Treppe mit kräftiger Durchzündung beim Öffnen der Dachluke – im Treppenhaus loderte eine weitere Brandstelle. Beim Öffnen der unteren Brandraumtür schlug der gefürchtete „Flash-Over“ bis in den Treppenhausbereich – im vernebelten Brandraum, in dem Eingangstemperaturen von ca. 250 bis 300 Grad herrschten, waren Gegenstände zu löschen. Unterhalb der Treppe kam es immer wieder zu Rückzündungen und zuletzt war in einem weiteren Raum eine Chemieanlage installiert, die ebenfalls in Brand geraten war und gelöscht werden musste. Die Anlage selbst, konnte entweder vollautomatisch, als auch manuell gesteuert werden. Bis einschließlich Sonntag durchliefen 243 Feuerwehrdienstleistende der Wehren der Stadt und des Landkreises die Anlage – das Ergebnis der Übung bewerteten die Teilnehmer, denen einiges an Energie abverlangt wurde, überaus positiv. Für den Ernstfall stand an allen Tagen ein Team des BRK Dachau samt Rettungswagen an Ort und Stelle in Bereitschaft.


 



Veröffentlicht am: 21:57:37 08.10.2006    Teilen