Dachstuhlbrand in Pipinsried

Zu einem Brand in Pipinsried alarmierte die Integrierte Leitstelle am Montagmorgen (23.05.2022) um 9.05 Uhr ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst. Nach einem Blitzeinschlag während eines Gewitters fing der Dachstuhl eines Einfamilienhauses Feuer.

Eine große Rauchwolke wies den anrückenden Kräften aus den Feuerwehren Pipinsried, Altomünster, Hilgertshausen, Markt Indersdorf und Tandern sowie der Kreisbrandinspektion bereits den Weg zur Einsatzstelle. Beim Eintreffen der ersten Einheiten hatte sich das Feuer bereits über den gesamten Dachstuhl ausgebreitet und Flammen schlugen daraus hervor.

Die Bewohner des Hauses konnten sich selbst ins Freie retten, der Hauseigentümer erlitt jedoch eine Rauchvergiftung und musste vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Durch einen Außenangriff über das Wenderohr der Drehleiter aus Altomünster sowie einen parallel erfolgten Innenangriff durch Trupps unter schwerem Atemschutz konnte das Feuer innerhalb von ca. 30 Minuten unter Kontrolle gebracht werden.

Im Anschluss begannen die Nachlöscharbeiten, die über 2 Stunden andauern sollten. Dabei wurde die Dachhaut des Wohnhauses mittels Einreißhaken geöffnet, so dass versteckte Glutnester lokalisiert und abgelöscht werden konnten. Unterstützt wurden die Tätigkeiten mit der Wärmebildkamera.

Da für den weiteren Einsatzverlauf zusätzliche Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, sind die Feuerwehren Kleinberghofen, Alberzell, Klenau-Junkenhofen und Schiltberg nachalarmiert worden, ebenso wie der Abrollbehälter Atemschutz aus Dachau.
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurden zudem die Feuerwehren Langenpettenbach und Randelsried ergänzend zur Einsatzstelle beordert.



Sehr aufwendig gestalteten sich nach dem „Feuer aus“ die Aufräumarbeiten. Hierfür kamen das THW Dachau sowie das Wechselladerfahrzeug samt Abrollbehälter Logistik aus dem Katastrophenschutzzentrum zur Unterstützung nach Pipinsried.
Ein Teil der Einrichtung im Dachgeschoss wurde dabei durch eine große Dachhautöffnung ins Freie befördert, anschließend wurde mit Hilfe der Drehleiter ein sogenanntes „Notdach“ über das Haus gezogen, welches das offene Dach vor Witterungseinflüssen schützt.

Gegen 15.45 Uhr konnten nach über 6,5 Stunden die letzten der rund 80 Feuerwehrkräfte wieder Einsatzende melden und von der Schadensstelle abrücken.



Veröffentlicht am: 23:34:00 23.05.2022    Teilen