Feuerwehr Dachau zu Gast bei der Fahrzeugsegnung in Lindabrunn

Traditionen müssen gepflegt werden – in Zeiten einer Pandemie ist das gar nicht so einfach. Bereits seit 1984 unterhält die Feuerwehr Dachau eine Partnerschaft zu den Kameraden aus dem niederösterreichischen Lindabrunn, für gewöhnlich reist zum Sommernachtsfest eine Abordnung in die Marktgemeinde südlich von Wien.

Da das jährliche Fest aufgrund der Corona-Pandemie bereits die letzten beiden Male entfallen musste, nutze die Lindabrunner Feuerwehr nun die Möglichkeit das bereits im Jahr 2020 in Dienst gestellte Einsatzfahrzeug im Rahmen einer Veranstaltung unter Einhaltung der 3G-Regel zu segnen.

Diese Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch ließ sich eine Delegation der Feuerwehr Dachau nach der Zwangspause nicht entgehen und reiste vergangenes Wochenende zur Fahrzeugsegnung nach Lindabrunn.

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag (02.10.2021) die Segnung des neuen Hilfeleistungsfahrzeuges – kurz HLFA2 genannt – statt. Pfarrer Krzysztof Szczesny sowie Diakon Ehrenlandesfeuerwehrrat Alfred Ofner nahmen die Weihe des Neuzugangs vor.

Eine besondere Ehre wurde bei der Veranstaltung zwei Dachauern zuteil; in Österreich haben Feuerwehrfahrzeuge traditionsgemäß eine Fahrzeugpatin. Beim neuen Lindabrunner Löschfahrzeug schauten sich die österreichischen Floriansjünger gleich zwei Damen ihrer Wahl aus. Neben der einheimischen Marianne Sarang fiel die Wahl auf die Dachauerin Bettina Reimoser, die nach der überraschenden Anfrage sofort zustimmte und nun gemeinsam mit der zweiten Patin Namensgeberin des neuen Fahrzeuges ist.

Überrascht wurde auch Werner Seifert von der Dachauer Wehr. Seit Beginn der Partnerschaft in den 1980er-Jahren gehört er zu den Kameraden, die regelmäßig nach Österreich reisen und die länderübergreifende Freundschaft pflegen. Als Anerkennung für seine jahrzehntelange Verbundenheit erhielt er von Bürgermeister Franz Schneider, Kommandant Thomas Stockreiter sowie Kommandanten- Stellvertreter Christian Kopp die „Medaille der 3. Stufe in Bronze für internationale Feuerwehrkameradschaft“ des Landesfeuerwehrverbandes Niederösterreich verliehen.

Ein Ritual wurde bei der Veranstaltung auch noch gepflegt; bereits bei der Einweihung des Vorgängerfahrzeugs im Jahr 1988 haben die bayerischen Feuerwehrler das zu segnende Fahrzeug mit einem Dachauer Wappen als Zeichen der Kameradschaft verziert, nun wurde auch das Neufahrzeug mit dem bekannten Symbol an prominenter Stelle in der Windschutzscheibe beklebt.

Im Namen der Feuerwehr Dachau sowie der Kreisbrandinspektion Dachau überbrachte Kreisbrandinspektor Maximilian Reimoser die Glückwünsche aus Bayern und überreichte Gastgeschenke die noch lange an diesen besonderen Tag erinnern sollen – verbunden mit der Hoffnung, dass der nächste Besuch nicht wieder so lange auf sich warten lassen muss.
 






Veröffentlicht am: 14:22:00 02.10.2021    Teilen