Folgenschwerer LKW-Unfall auf der A8 führt zu stundenlanger Vollsperrung

Ein schwerer LKW-Unfall auf der A8 zwischen Odelzhausen und Sulzemoos hat am Donnerstagnachmittag (25.02.2021) für einen Großeinsatz der Rettungskräfte sowie eine stundenlange Vollsperrung der Autobahn gesorgt.

Gegen 15.20 Uhr war ein polnischer Sattelzug auf der A8 in Fahrtrichtung München unterwegs. Wegen eines Platzers am linken Vorderreifen zog die Zugmaschine nach links und kollidierte mit derartiger Wucht mit der Mittelschutzwand, dass größere Betontrümmer herausbrachen und zwei Autos auf der Gegenfahrbahn beschädigten.

Währenddessen schleuderte der Sattelzug nach rechts in den Grünstreifen, wo er auf die Seite kippte. Ein nachfahrender Mercedes konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr in den umgestürzten Auflieger.

Entgegen der Erstmeldung für die Einsatzkräfte, wurde glücklicherweise keiner der Beteiligten in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der Lenker des LKW erlitt durch den Unfall jedoch mittelschwere Verletzungen, die beiden Insassen des Mercedes zogen sich bei der Kollision mittelschwere bzw. leichte Verletzungen zu.
Die Verletzten wurden nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken verbracht, die aufgrund der Erstmeldung ebenfalls angeforderten Rettungshubschrauber mussten keine Patienten abtransportieren.

Schwierig gestaltete sich jedoch die Bergung des in Schräglage geratenen Sattelzuges. Zunächst mussten Feuerwehr und THW diesen mit umfangreichem Material abstützen, um weitere Bewegungen auszuschließen und eine Entladung des Aufliegers erst zu ermöglichen.

Wie sich im weiteren Einsatzverlauf herausstellte, war der LKW mit einem nachträglich installierten Gasantrieb ausgestattet. Die Entladearbeiten erforderten daher äußerste Vorsicht und ständige Sicherungsmaßnahmen durch die Feuerwehr. Aufgrund der Explosionsgefahr musste beim Aufstellen des Sattelzuges auch die Gegenfahrbahn für den Verkehr gesperrt werden, um einen entsprechenden Sicherheitsradius zu gewährleisten.

Da sich die Aufräum- und Bergearbeiten bis in die Nacht hinzogen, wurde die SEG-Verpflegung des BRK Dachau an die Unfallstelle alarmiert, um die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen zu versorgen.

Erst gegen Mitternacht konnte das Gespann mittels Kran aufgestellt werden, die vollständige Räumung der Fahrbahn dauerte bis 2.00 Uhr morgens an.

Während der gesamten Einsatzdauer musste die A8 für die Bergungs- und Sicherungsmaßnahmen in Fahrtrichtung München gesperrt werden.

Im Einsatz waren neben Rettungsdienst, Polizei und THW die Feuerwehren Dachau, Egenhofen, Feldgeding, Geiselbullach, Günding, Odelzhausen, Pfaffenhofen a.d. Glonn, Sulzemoos und Wiedenzhausen sowie die Kreisbrandinspektion.






Veröffentlicht am: 14:44:00 25.02.2021    Teilen