Erdbeben in Kroatien – Landkreis Dachau beteiligt sich an Hilfstransport der Bayerischen Feuerwehren

Am 29.12.2020 ereignete sich in Kroatien ein schweres Erdbeben. In der Folge leisteten die Nachbarstaaten aber auch die EU bereits schnelle Hilfe für die betroffene Bevölkerung. Insbesondere in den ländlichen Gebieten des Landkreises Sisak-Moslavina ist die Not groß - es wurden auch Feuerwehrgerätehäuser beschädigt oder zerstört.

Nach Rücksprache mit dem Kroatischen Feuerwehrverband werden besonders Schutzkleidung für Feuerwehrleute, tragbare Leitern, sowie Beleuchtungsgerät (einschließlich Stromerzeuger) für die örtlichen Feuerwehren gebraucht, um deren Einsatz wieder vollumfänglich zu ermöglichen.

Der Landesfeuerwehrverband Bayern hat daher nach Rücksprache und mit Unterstützung des Bayerischen Innenministeriums eine Abfrage bei allen Bayerischen Feuerwehren durchgeführt, um ausgesonderte, aber noch brauchbare Ausrüstungsgegenstände für die kroatischen Feuerwehren zu ermitteln.

Die Resonanz war dabei überwältigend; rund 300 Freiwillige Feuerwehren haben insgesamt 15.000 Einzelteile angeboten. Nun wird daraus ein insgesamt 22 Fahrzeuge umfassender Transportkonvoi zusammengestellt, der sich am Sonntagabend (10.01.2021) in Rosenheim sammelt und am Montag (11.01.2021) frühmorgens nach Kroatien in die Stadt Sisak aufbrechen wird. Dort wird man gegen Abend vom Kroatischen Feuerwehrverband empfangen und die Ausrüstungsgegenstände und persönliche Schutzausrüstung abgeladen und übergeben. Die Rückfahrt ist nach einer Übernachtung in Zagreb am Dienstag (12.01.2021) geplant.

Auch die Feuerwehren im Landkreis Dachau beteiligen sich an der Hilfsaktion. Die letzten Tage wurde in Kroatien dringend benötigtes Gerät wie Stromerzeuger, Beleuchtungsmaterial und Leitern sowie Schutzkleidung in Indersdorf gesammelt, wo am Samstag die Verladung der Ausrüstungsgegenstände erfolgt ist. Zwei Fahrer der Feuerwehr Dachau werden sich mit einem Wechselladerfahrzeug samt Anhänger des Landkreises am Sonntag zum Sammelpunkt nach Rosenheim aufmachen und dann die Überführung der Ausrüstung nach Kroatien fortsetzen.

Eine besondere Herausforderung für alle Fahrer des Konvois ist die aktuelle Corona-Lage. Da Kroatien als Risikogebiet eingestuft ist, besteht ein verschärftes Hygienekonzept das ausnahmslos umzusetzen ist. Dazu gehören auch Corona-Tests unmittelbar vor der Abfahrt sowie bei der Wiedereinreise nach Deutschland.

Schon jetzt gilt der Dank an alle Kommunen, die als Träger Ihrer Feuerwehren die Sachspenden mitgetragen haben sowie an alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden in Bayern, welche die Hilfsaktion ermöglichen.

Die 22 Fahrzeuge, von denen mindestens eines aus jedem der sieben Regierungsbezirke vertreten ist, sowie die 44 Feuerwehrkameraden übernehmen den Transport stellvertretend für den Freistaat Bayern und bringen damit grenzüberschreitende Hilfeleistung und gelebte Kameradschaft zum Ausdruck.

 





Veröffentlicht am: 11:38:00 10.01.2021    Teilen