Sturmtief Sabine zieht über den Landkreis Dachau

Auch den Landkreis Dachau hat das Sturmtief Sabine am Montagmorgen (10.02.2020) erreicht. Wie am Vorabend geplant wurde deshalb um 5.30 Uhr die Kreiseinsatzzentrale besetzt, um die Feuerwehreinsätze im Kreisgebiet zu koordinieren.

Bis um 16.00 Uhr wurden durch die Feuerwehren im Landkreis 154 Einsätze abgearbeitet. Meist handelte es sich dabei um abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume oder herabgestürzte Gebäudeteile. Im Einsatz waren bislang 39 Feuerwehren aus allen Gemeinden des Kreises.



Die Kreisstraßen DAH 2 zwischen Hohenzell und Miegersbach sowie die DAH 9 zwischen Indersdorf und Pasenbach mussten wegen umgestürzten Bäumen zeitweise gesperrt werden. Ebenso wurden die Maibäume in Altomünster, Indersdorf und Oberroth durch Windböen in Mitleidenschaft gezogen.

Glück im Unglück hatte ein Ford-Lenker; auf der Straße zwischen Eisenhofen und Hof stürzte ein Baum auf das fahrende Auto, der Fahrer wurde glücklicherweise nicht eingeklemmt und konnte mit leichten Veletzungen dem Rettungsdienst übergeben werden.


 
Auf dem Gelände der ehemaligen MD-Papierfabrik in Dachau drohten sich Teile der Dachhaut zu lösen, vorsorglich wurde daher die Bahnstrecke Dachau-Indersdorf sowie die Freisinger Straße im Bereich des Bahnübergangs vorübergehend gesperrt und die Teile gesichert. Daneben hat sich der Kunstrasenbelag auf einem Sportplatz in Dachau-Ost durch den Sturm gelöst.

Gegen Mittag hat sich die Lage beruhigt, dies gab den Feuerwehren Zeit die bisherigen Schäden des Tages abzuarbeiten. Das Tagesgeschäft der Feuerwehren machte vor dem Sturm auch nicht Halt, bis zum späten Nachmittag wurden auch noch vier Primäreinsätze abgearbeitet.

Die Kreiseinsatzzentrale blieb bis 16.00 Uhr besetzt, danach hat die Leitstelle wieder die Koordination sämtlicher Einsätze übernommen.



Veröffentlicht am: 16:06:00 10.02.2020    Teilen