Marschübung mit dem Hilfeleistungskontingent „Hochwasser/Sandsackfüllen“

Für Katastrophe-Fälle hat das Bayerische Staatsministerium des Inneren Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente aufgestellt. Diese sollen bei entsprechenden Lagen in anderen Landkreisen, Regierungsbezirken oder Bundesländern mit Personal und Ausrüstung unterstützen.

Seit Jahren engagieren sich hier auch die Feuerwehren aus dem Landkreis Dachau. Eingesetzt wurden diese beispielsweise beim Oder-Hochwasser oder bei der Schneekatastrophe im Landkreis Deggendorf.

Da das Bayerische Staatsministerium des Inneren in 2018 die Planungsvorgaben für Hilfeleistungskontingente geändert hat, wurden auch die Planungen für die Feuerwehren des Landkreises Dachau entsprechend angepasst. Insbesondere wurden weitere Arten an Kontingenten aufgestellt.

Je nach Ausprägung besteht ein Kontingent aus bis zu 30 Fahrzeugen und bis zu 110 Einsatzkräften, die je nach Lage und Anforderung entsprechend zusammengestellt werden.

Neben der eigentlichen Einsatztätigkeit an der Schadensstelle, sollen sich die Kontingente bis zu 48 Stunden selbständig versorgen und führen. Deshalb sind neben den klassischen Feuerwehrfahrzeugen auch Fahrzeuge und Mannschaften für die Führung und die Versorgung beteiligt. Für die eigene sanitätsdienstliche Versorgung wird das Kontingent von einem Rettungswagen begleitet.

Durch die Neuaufstellung der Kontingente wurde am vergangenen Samstag (27.10.2018) eine Übung mit dem Spezialkontingent „Hochwasser/Sandsackfüllen“ mit folgenden Zielen durchgeführt:
  • Vorstellung der Änderungen
  • Unterweisung in die vorbereitenden Tätigkeiten, mitzuführende Geräte und private Ausrüstung, wie Hygieneartikel, Medikamente etc.
  • Zusammenführen der Einheiten an einer Sammelstelle, Bilden der Marschverbände, Planung von Kommunikation, allgemeines Management des Kontingents
  • Unterweisung der Teilnehmer in die Vorschriften zum Fahren im Verband mit entsprechenden Flaggen
  • Besonderheiten beim Transport von Kraftstoffen im Einsatzfall
Nach der theoretischen Einführung wurde eine Marschübung auf Bundesautobahn und Landstraßen in und nahe dem Landkreis Dachau durchgeführt. Dabei wurde zeitweise mit dem gesamten Kontingent von 29 Fahrzeugen in einem Verband gefahren, aber auch durch Aufteilung mit mehreren kleinen Marschverbänden auf verschiedenen Routen. Am Ende traf sich das gesamte Kontingent wieder an einer Sammelstelle.

Die Übung wurde von Herrn Landrat Stefan Löwl aus dem Blickwinkel seiner diesbezüglichen Erfahrungen als früherer Offizier bei der Bundeswehr beobachtet. Auch Kreisbrandrat Franz Bründler begleitete das Kontingent als Beobachter.

Die Kontingentführung und die Zugführer wurden durch die Kräfte der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) unterstützt, die beim Kontingenteinsatz in die Rolle der Unterstützungsgruppe Kontingentführung treten. Diese Einheit ist für die Kommunikation über Funk, Telefon, e-Mai sowie Satelliten-Telefonie zuständig und darüber hinaus für die Dokumentation, Erstellung von Fahrt-Routenplänen.

Ein herzlicher Dank im Namen des Landrats und der Kreisbrandinspektion gilt allen Teilnehmern aus den Reihen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der UG-ÖEL sowie den Führungskräften der Kreisbrandinspektion.






Veröffentlicht am: 15:31:00 27.10.2018    Teilen