Atemschutzlehrgang

Atemschutzausbildung in der staatlich anerkannten Ausbildungsstelle Dachau

Das Ausbilderteam besteht aus derzeit 15 Ausbildern aus verschiedenen Feuerwehren des Landkreises Dachau. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Wolfgang Schamberger werden im Jahr vier bis fünf Atemschutzlehrgänge abgehalten.

In der Kriechstrecke im „alten“ Feuerwehrhaus Dachau wurden von 1988 bis 1996 Kameraden aus allen Feuerwehren des Landkreises geschult, die über eine Atemschutzausrüstung verfügen.

Seit 1996 verfügt die Feuerwehr Dachau über eine moderne Atemschutzübungsanlage die in einem weiteren Abschnitt erneuert und umgebaut wurde. Zur weiteren Ausstattung der Atemschutzübungsanlage gehört ein Übungsraum für Belastungsübungen, ausgestattet mit Laufband und Endloseiter. Von diesem "Vorraum" besteht ein direkter Zugang zur eigentlichen Übungsstrecke, welche nach den aktuellen Vorschriften (Anforderungen) ausgestattet ist. In der Stecke können kleinere Einsatzübungen, wie das Auswechseln verschiedener Rohrstücke, das Retten von Personen aus einem Tank sowie Orientierungsübungen bei völliger Dunkelheit oder zusätzlicher Lärmbelastung geübt werden. Außerdem steht eine integrierte Wärmekammer zur Verfügung um den Teilnehmern erhöhte Temperaturen simulieren zu können.
Um sich für die Übungen entsprechend vorbereiten zu können stehen den Teilnehmern Duschen und Umkleideräumen (Damen und Herren getrennt) zur Verfügung. Zudem besteht in einem zusätzlichen Raum die Möglichkeit den Teilnehmern die ersten praktischen Handgriffe live zu zeigen.

Um die erforderliche Leistung nach FwDV 7 zu erreichen, muss vom Geräteträger eine Strecke über 2 Ebenen, eine Hitzekammer mit 2 Ebenen und ein Übungstank durchquert werden.

Die Atemschutzausbildung besteht aus 24 Ausbildungsstunden, die auf zwei Wochen a 4 Tage aufgeteilt sind. In der ersten Woche steht die theoretische Ausbildung der Geräteträger im Vordergrund. Von der Anatomie und Physiologie der Atmung, über Gerätekunde und Einsatzgrundsätze, bis zu den Anforderungen an die Geräteträger werden theoretische Inhalte gelehrt und in praktischen Übungseinheiten vertieft.
Für den theoretischen Unterricht steht für die Kreisausbildung ein Schulungsraum im Feuerwehrhaus Dachau mit Laptop, Beamer, Leinwand und Whiteboard zu Verfügung.

Die zweite Woche der Atemschutzausbildung steht im Zeichen der Praxis. Einsatzübungen und Belastungsübungen die sich im Schwierigkeitsgrad langsam steigern, werden zusammen mit den Ausbildern geübt und nachbesprochen. Die Atemschutzausbilder gehen in den Nachbesprechungen auf Fehler ein und zeigen auch den ein oder anderen Handgriff der dem zukünftigen Atemschutzgeräteträger das Leben im Einsatz leichter macht.

Am Tag vor der  theoretischen Prüfung und der  praktischen Einsatzübung wird eine Belastungsübung nach der gültigen FwDV 7 durchgeführt. Nach Erreichen aller Ausbildungsziele erhält der ausgebildete Geräteträger sein Zeugnis.

Die ausgebildeten Atemschutzträger haben nach dem bestandenen Lehrgang auch regelmäßig Atemschutzeinsatzübungen sowie jährlich eine Belastungsübung in den Atemschutzstrecken Dachau und Karlsfeld zu absolvieren um ihre Berechtigung zu erhalten. Dazu kommen turnusmäßig ärztliche Untersuchungen nach G 26.3.

Als weiteres Highlight organisiert das Atemschutz-Ausbilderteam die Heißausbildung in der Übungsanlage des Freitstaates Bayern in Karlsuld. Diese Anlage stellt für  die „neu“ ausgebildeten Geräteträger und auch die „alten“ Hasen eine weitere realitätsnahe Übungsmöglichkeit dar. Selbstverständlich ist dieses Szenario nicht mit einem Realeinsatz vergleichbar, aber es zeigt die Hitze und die Löschmöglichkeiten bei Bränden nahe an der Wirklichkeit auf.